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Venedig hat schon immer zahlreiche Musiker bzw. Komponisten und Literaten angelockt durch seine Atmoshäre, zu nennen sind hier Adrian Willaert, Andrea Gabrieli, Antonio Vivaldi, Claudio Monteverdi, Giovanni Gabrieli, Donna Leon, Daphne Du Maurier, sowie die Maler Canaletto und Tintoretto.

Giacomo Girolamo Casanova, Chevalier de Seingalt (1725-1798), war italienischer Abenteurer, Schriftsteller und gebürtiger Venezianer. Seine Eltern wollten, dass er Priester wird. Im Alter von 16 Jahren wurde Casanova jedoch wegen ungebührlichen Benehmens aus dem Priesterseminar ausgeschlossen. Danach war er in wechselnden Diensten Sekretär und Soldat, er war Prediger, Alchimist, Spieler und Spion und daneben immer wieder in politische Intrigen und in Liebeleien verwickelt. 1755 wurde er in Venedig wegen Gotteslästerung und Zauberei eingesperrt. 1756 konnte er jedoch aus den weltberühmten Bleikammern fliehen. Die Bleikammern waren Gefängniszellen, die sich direkt unter den Bleidächern des Dogenpalastes befanden und daher ihren Namen hatten. Die Gefangenen wurden vom Dogenpalast direkt über die Seufzerbrücke (Ponte dei Sospiri) ins Gefängnis geführt. Das Seufzen der Gefangenen verlieh der Brücke ihren Namen. 1987 konnte man Richard Chamberlain in der Rolle des Casanova auf Celloloid bewundern. Das Sujet wird im Januar 2006 unter der Regie von Lasse Hallström erneut den Kinogänger "erfreuen".

 

Adrian Willaert (um 1490 bis 1562), war flämischer Komponist. Willaert wurde um 1490 in Brügge oder Roeselaere geboren. Ab 1527 war er als Kapellmeister am Dom von San Marco in Venedig tätig, hier begründete er durch seine Ausstrahlung als Lehrer die so genannte „Venezianische Schule” der Mehrchörigkeit, welche die Entwicklung der barocken Musik in ganz Europa beeinflusste. Zu seinen Schülern zählte u. a. Andrea Gabrieli. Er starb am 7. Dezember 1562 in Venedig.

 

 

Andrea Gabrieli (um 1510 bis 1586) war italienischer Organist und Komponist. Er wurde in Venedig geboren und erhielt seine erste musikalische Ausbildung als Chorknabe an der Kathedrale San Marco. Später war er Schüler des flämischen Komponisten Adrian Willaert. Nachdem Gabrieli kurze Zeit in Diensten Herzog Alberts V. von Bayern gestanden war und einer anschließenden Organistentätigkeit an San Geremia in Venedig, wurde er 1564 zweiter, 1585 erster Domorganist an San Marco.

Andrea Gabrieli war berühmt für seine Concerti, die von seinem Neffen Giovanni Gabrieli 1587 herausgegeben wurden. Daneben komponierte er eine große Zahl von Madrigalen, sowie Orgel- und Instrumentalmusik. Charakteristisch für Andrea Gabrielis Schaffen sind die Werke im venezianischen Stil, für die die Chöre im Kirchenraum geteilt wurden. So wurde beispielsweise der Hauptchor beim Altar platziert, während sich ein kleiner Halbchor auf der Orgelempore befand. Diese beiden Chöre konnten dann nach musikalischer Funktion sowie akustisch voneinander abgesetzt werden. Diese Technik, die cori spezzati genannt wird, hatte tief greifenden Einfluss auf die Komposition und Aufführung von Kirchenmusik. Er starb 1586 in Venedig.

 

 

Antonio Vivaldi (1678 - 1741), der italienische Komponist und Violinist, begründete u. a. die dreisätzige Form des Konzerts. Sein wohl berühmtestes Werk sind die Vier Jahreszeiten.

 

 

Claudio Monteverdi (1567-1643) war einer der herausragenden Komponisten des ausgehenden 16. und beginnenden 17. Jahrhunderts. Die bedeutendsten seiner stilbildenden Werke schuf er in Mantua und Venedig.

 

 

Giovanni Gabrieli (um 1554 bis 1612) war ein italienischer Organist und Komponist und einer der wichtigsten Vertreter der Spätrenaissance. Er wurde in Venedig geboren und erhielt seine musikalische Ausbildung von seinem Onkel Andrea Gabrieli. 1585 wurde er erster, 1586 zweiter Domorganist an der Kathedrale von San Marco in Venedig. Sein innovativer Umgang mit den Gesetzen der Harmonie lassen in ihm einen wichtigen Vorbereiter barocker Kompositionspraxis erkennen. Die Sonata pian’ e forte von (1597) aus dem ersten Band der Sacrae Symphoniae ist eines der ersten Werke, das genaue Spielanweisungen für den Interpreten enthält. Zusammen mit eigenen Kompositionen veröffentlichte er 1587 die Concerti seines Onkels Andrea Gabrieli. Giovanni Gabrieli schrieb daneben zahlreiche Motetten, Orgelwerke und etwa 30 Madrigale. Gabrieli starb am 12. August 1612 in Venedig.

 

 

Donna Leon (*1942) ist eine amerikanische Schriftstellerin. International bekannt wurde sie durch ihre Kriminalromane um die Figur des Commissario Brunetti. Leon wurde am 28. September 1942 in New Jersey geboren, wo sie auch Englische Literatur studierte. Seit 1965 lebt sie permanent im Ausland und war u. a. als Reiseleiterin in Rom und Werbetexterin in London tätig. Momentan lehrt Leon Englische Literatur an einer Dépendance der Universität Maryland in Vicenza;1984 übersiedelte sie nach Venedig, wo sie heute lebt. In Death at La Fenice (Venezianisches Finale. Commissario Brunettis erster Fall) schuf sie 1992 mit ihrem erfolgreichen Kommissar Guido Brunetti den Typus des verheirateten, kultivierten Kriminalbeamten und Gourmets, der Mord und Verbrechen vor der zerfallenden Kulisse der Lagunenstadt nachspürt (allen Krimis Leons ist ein Librettozitat vorangestellt, und auch die Idee zum ersten Buch kam der Autorin nach eigener Angabe in der Oper). Zwar klärt er meistens seine Fälle, muss aber mit ansehen, wie die Schuldigen immer wieder entwischen: „,Warum sich die Mühe machen‘, dachte Brunetti, ,den Jungen, der in ein Haus einbrach, ins Gefängnis zu stecken, wenn der Mann, der Milliarden aus dem Gesundheitssystem abzweigte, zum Botschafter ernannt wurde.
Daphne Du Maurier (1907-1989) schrieb zahlreiche von Alfred Hitchcock verfilmte Romane, darunter Jamaica Inn (1936; Gasthaus Jamaica), Rebecca (1938) und The Birds (1952; Die Vögel). Eine berühmte Novelle von ihr ist auch "Wenn die Gondeln Trauer tragen".
Thomas Mann (1875-1955) wurde mit seinem erzählerischen Werk zum herausragenden Schriftsteller deutscher Sprache im 20. Jahrhundert. Eines seiner bekanntesten Werke ist die neoklassizistischen Novelle "Der Tod in Venedig", die 1913 entstand und von Luchino Visconti 1971 verfilmt wurde. 1929 wurde der Schriftsteller mit dem Literaturnobelpreis geehrt.
Giovanni Antonio Canal, genannt Canaletto, (1697-1768), war ein italienischer Maler und Radierer, der hauptsächlich Ansichten von Venedig und anderen Städten malte. Er war gebürtiger Venezianer und lebte die meiste Zeit seines Lebens auch dort. Außerdem war er u. a. in Rom und London tätig. Im Lauf der Zeit spezialisierte er sich auf topographisch genaue perspektivische Stadtansichten seiner Heimatstadt Venedig. Besonders begehrte Motive waren der Canal Grande, die Piazza San Marco oder Darstellungen von Regatten und Wasserfestspielen, die der Künstler teilweise in Serien anfertigte. Zu den bekanntesten Werken aus seiner frühen Zeit gehört die Chiesa della Carità, gemalt um 1716, das sich in der National Gallery in London befindet. Canaletto verband helles, natürlich wirkendes Licht und strahlende Farben, typische Kennzeichen der venezianischen Malerei, mit einem durch die niederländischen Maler beeinflussten Blick für zahlreiche, präzise beobachtete Details. 1763 wurde er in die Accademia in Venedig gewählt, 1768 verstarb er in seiner Heimatstadt.
Jacopo Robusti , genannt Tintoretto (um 1518-1594), war ein venezianischer Maler des Manierismus. Sein Werk war von großem Einfluss auf die Barockmalerei. Er wurde nach dem Beruf seines Vaters il tintoretto (italienisch: der kleine Färber) genannt. Als junger Mann studierte er zunächst bei Tizian, der ihn jedoch bald aus seiner Werkstatt entließ; die Abneigung zwischen den beiden großen Malern sollte ihr ganzes Leben über anhalten. Anders als Tizian lebte und arbeitete Tintoretto ausschließlich in Venedig. Sein umfangreiches Schaffen konzentrierte sich auf Ausstattungen für Kirchen und Auftragswerke für Bruderschaften, Fürsten und die Republik Venedig. Zunächst ließ er sich von der Malerei Michelangelos oder den Reliefskulpturen Jacopo Sansovinos anregen. Seine künstlerische Eigenständigkeit zeigt sich schließlich im Gemälde Das Wunder des heiligen Markus (1548, Accademia, Venedig), das er für die Scuola di San Marco schuf und in dem sich perspektivische Verkürzungen, räumlicher Illusionismus und die Verwendung von hellem Licht zu einem spontanen, dramatischen Geschehen verbinden. In seinem Spätwerk legte er zunehmend sein Augenmerk auf die Verwendung von Farbe für die Haut. Er liebte ungewöhnliche Perspektiven und üppige Gruppenkompositionen, um die Szenendramatik zu steigern. Im Abendmahl (1594) für die Kirche San Giorgio Maggiore, ein Höhepunkt seines Spätwerkes, stellte er alle ihm zur Verfügung stehenden malerischen Mittel in den Dienst der bildnerischen Gestaltung. Der Einsatz des Lichtes erhellt die Szene als ein die Gesellschaft der Jünger überraschender Blitz. 1594 verstarb er in seiner Heimatstadt.